Mai 2025
Editorial
In der Amtsplanung ist jedes vierte Jahr dick rot markiert: Dieses Jahr ist es wieder soweit, wir sind in einem «Angebotsbeschluss- und Investitionsrahmenkreditjahr»: Im Februar sind die Angebotskonzepte der Regionen eingereicht worden, das war für das AÖV der Startpfiff. Die 1. Etappe haben wir gemeinsam geschafft: Die Grundsatzentscheide sind gefällt und direktionsintern politisch abgestimmt. Das kantonale Angebotskonzept steht dank dem grossen Einsatz des ganzen AÖV-Teams und das Konzept geht in die Fachkonsultation. Nach dem Auswerten der Konsultation können wir die Grossratsunterlagen vorbereiten und im März 2026 wird im Rathaus entschieden, wie es mit dem öffentlichen Orts- und Regionalverkehr und den Investitionen bis Ende des Jahrzehnts weitergeht.

Weitere Beiträge dieses Newsletters befassen sich mit dem anstehenden Verkehrstag, der erstmals im Zeichen des Güterverkehrs steht. Der Güterverkehr ist grundsätzlich liberalisiert, die öffentliche Hand ist aber gleichwohl als Regulator und Koordinator gefragt. Zudem freut es mich ausserordentlich, dass wir zum ersten Mal einen Bundesrat beim Verkehrstag begrüssen dürfen.

Auf nationaler Ebene ist bezüglich Tarife vieles im Fluss, wir Kantone bringen uns in diese Prozesse ein. Bei lokalen Lösungen sind die Kantone gefragt. Dies ist beispielsweise bei Gästekarten der Fall, wo es viele Fortschritte und – so geht es eben leider – lokal auch Rückschritte zu beobachten sind.

Unser Amt beschäftigt sich bekanntermassen mit «Bewegung». Im letzten Artikel zum Thema «Agilität» geben wir einen Einblick wie wir unsere Arbeitswelt in Bewegung halten.

Auch die Amtsleitung bleibt in Bewegung: Ende März hat der Regierungsrat Katja Bessire und mich zu den neuen Co-Leitenden des AÖV ab 1. September 2025 gewählt. Ich freue mich sehr auf dieses neue Kapitel und die Zusammenarbeit mit meiner heutigen Stellvertreterin.

Christian Aebi, Vorsteher Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination

Angebotsbeschluss 2027 – 2030
Die Bestellung des ÖV-Angebots im Kanton Bern
Der Grosse Rat legt im Angebotsbeschluss periodisch das ÖV-Angebot des Orts- und Regionalverkehrs im Kanton Bern fest. Als Grundlage dafür dienen die Regionalen Angebotskonzepte, welche das AÖV prüft und die Anträge der Regionen für den kantonalen Angebotsbeschluss priorisiert. Zum daraus erarbeiteten kantonalen Angebotskonzept findet aktuell die Fachkonsultation bei den RVK/RK, Transportunternehmen, Nachbarkantonen, kantonalen Fachstellen und Interessenverbänden statt.

20. Berner Verkehrstag am 22. August 2025
Jetzt anmelden
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Planung, Verwaltung und der Logistikbranche beleuchten die Herausforderungen im Güterverkehr und erörtern mögliche Lösungsansätze. Es freut uns speziell, anlässlich der 20. Ausgabe des Berner Verkehrstags Bundesrat Albert Rösti als Referenten begrüssen zu dürfen. Nutzen Sie die Gelegenheit zur Information und zum Erfahrungsaustausch.

Gästekarte als ÖV-Ticket
Der Spagat zwischen attraktivem Angebot und fairer Finanzierung
Viele Kurorte geben Gästekarten mit inkludiertem ÖV-Ticket ab. Dadurch profitieren die Gäste von einem vereinfachten Zugang zum ÖV, während die Transportunternehmen in der Beratung und Distribution entlastet werden und Fahrgäste hinzugewinnen. Alles in Allem versprechen Gästekarten also zu Win-Win-Situationen. Die notwendigen Verhandlungen, um Gästekarten zu ermöglichen sind allerdings nicht trivial. Denn um zu Lösungen zu gelangen, mit welchen alle Beteiligten einverstanden sind, muss der Spagat zwischen attraktivem Angebot und fairer Finanzierung gelingen.

Shared Mobility Booster
Kostenlose Beratung für Berner Gemeinden
Am Dienstag, 18. März 2025, fand das Informations- und Austauschtreffen zum Programm «Shared Mobility Booster» für Berner Gemeinden, Regionen und ÖV-Unternehmen statt. Das Programm «Shared Mobility Booster» unterstützt die Weiterentwicklung von Shared Mobility-Angeboten. Gemeinden und Regionen im Kanton Bern profitieren von einer kostenlosen Beratung.

Agilität im AÖV
Gewappnet fürs Ungewisse
Während das AÖV in absehbarer Zukunft weiter mit den bekannten Aufgaben betraut bleiben wird, verändern sich die Rahmenbedingungen, unter denen diese zu erfüllen sind, konstant. Künstliche Intelligenz, Datenverwaltung und -analyse oder Digitalisierung sind nicht nur längst in aller Munde, sondern fliessen auch im AÖV zunehmend in den Arbeitsalltag ein. Die Herausforderung liegt dabei darin, in einer sich rapide entwickelnden Umwelt geeignete, aktuelle und zielführende Arbeitsweisen und -prozesse zu integrieren, um den gewünschten Output zu produzieren. Mit mehr «Agilität» im AÖV versuchen wir uns für die ungewisse Zukunft zu wappnen.
«Die Zahl»: 19.7
Im Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination werden durchschnittlich 19.7 Prozent der Arbeitszeit im Homeoffice geleistet – ein Ausdruck gelebter Flexibilität im Berufsalltag. Die Verteilung zeigt ein klares Muster: Am Freitag arbeitet über ein Drittel der Mitarbeitenden (34.0%) von zu Hause aus, während es am Montag mit 7.7% deutlich weniger sind – kein Zufall, denn anfangs Woche finden traditionell interne Sitzungen vor Ort statt. Homeoffice ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – auch in einem Amt, das sich mit zukunftsfähiger Mobilität befasst.
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Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

Amt für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination

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3013 Bern

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